München - Eine über 90 Jahre alte Frau ist mehrere Tage nach einem Unfall auf dem Münchner Oktoberfest im Krankenhaus gestorben. Die Rollstuhlfahrerin war auf der Oidn Wiesn gestürzt, nachdem sich ein Teil eines Pferdegeschirrs an ihrem Rollstuhl verfangen hatte. Die Polizei untersucht nun die genauen Umstände.

Der Unfall ereignete sich bereits am Mittwoch, 23. September 2026, gegen 14.10 Uhr auf dem Oktoberfest. Nach Angaben der Polizei war die über 90-jährige Münchnerin gemeinsam mit einer Begleitperson im Bereich der Oidn Wiesn unterwegs.

Vor einem Festzelt wollte die Frau aus ihrem Rollstuhl heraus ein Pferd eines dort stehenden Kutschengespanns am Kopf streicheln. Dabei verfing sich nach bisherigen Erkenntnissen ein Teil des Pferdegeschirrs am Rollstuhl.

Als das Pferd seinen Kopf anhob, kippte der Rollstuhl um. Die Seniorin stürzte zu Boden.

Gesundheitszustand verschlechterte sich kurze Zeit später

Nachdem ihr wieder in den Rollstuhl geholfen worden war, setzte die Frau ihren Weg zunächst fort. Wenig später verschlechterte sich jedoch ihr Gesundheitszustand.

Der Sanitätsdienst brachte die Seniorin daraufhin zur Sanitätswache des Oktoberfestes. Nach einer Untersuchung durch das dortige Ärzteteam wurde sie zur weiteren Behandlung in eine Münchner Klinik transportiert.

Am Dienstag, 29. September 2026, starb die Frau im Krankenhaus.

Verkehrspolizei ermittelt

Nach Angaben der Polizei wurden die Beamten erst nach dem Tod der Seniorin über den vorausgegangenen Unfall informiert.

Die Münchner Verkehrspolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie es genau zu dem Vorfall kam und ob ein Fremdverschulden vorliegt.