Bamberg - Im Bamberger Osten sind offenbar erneut Haustürverkäufer unterwegs, die den Eindruck erwecken, für die Stadtwerke Bamberg zu arbeiten. Die Stadtwerke warnen vor dieser Masche und erklären, woran echte Beschäftigte zu erkennen sind.
In mehreren Bereichen im Bamberger Osten haben in den vergangenen Tagen unbekannte Personen an Haustüren geklingelt und sich offenbar als Mitarbeitende beziehungsweise Partner der Stadtwerke ausgegeben. Ziel sei es unter anderem, Informationen über bestehende Stromverträge zu erhalten.
Wie die Stadtwerke Bamberg in einer Mitteilung vom 21. September erklären, hätten sich deshalb bereits zahlreiche Bewohner verunsichert gezeigt. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich bei den Personen nicht um eigene Mitarbeitende.
Stadtwerke warnen vor Drückerkolonnen
Nach Angaben der Stadtwerke versuchen die Haustürverkäufer unter anderem, Strom- oder Internetverträge abzuschließen. Dabei werde teilweise der Eindruck vermittelt, dass eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken bestehe.
Das Unternehmen empfiehlt, sich auf entsprechende Gespräche gar nicht erst einzulassen. Unbekannte Personen sollten zudem nicht in die Wohnung oder das Haus gelassen werden. Persönliche Daten, Vertragsinformationen oder andere sensible Angaben sollten ebenfalls nicht herausgegeben werden.
Wer bereits einen Vertrag an der Haustür abgeschlossen hat, sollte die Unterlagen sorgfältig kontrollieren. Bei vielen sogenannten Haustürgeschäften besteht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Entscheidend können dabei jedoch die konkreten Umstände des Vertragsabschlusses sein.
Gleichzeitig echte Zählerableser unterwegs
Für zusätzliche Verunsicherung kann sorgen, dass derzeit tatsächlich Beschäftigte im Auftrag der Stadtwerke in Bamberg unterwegs sind. Diese lesen Stromzähler ab und können auch montags bis samstags sowie teilweise in den Abendstunden an Haustüren klingeln.
Die tatsächlichen Mitarbeitenden können sich mit einem Dienstausweis legitimieren. Darauf befinden sich nach Angaben der Stadtwerke unter anderem das Logo des Unternehmens, der Name und ein Passbild.
Wichtig: Die Zählerableser verlangen keine Unterschrift und versuchen auch nicht, Kunden zu einem Wechsel des Stromtarifs zu bewegen.
Im Zweifel bei den Stadtwerken nachfragen
Wer sich nicht sicher ist, ob tatsächlich ein Mitarbeiter der Stadtwerke vor der Tür steht, sollte die Person zunächst nicht hereinlassen. Die Identität kann direkt bei den Stadtwerken Bamberg überprüft werden.
Unter der Telefonnummer 0951 77-0 können sich Betroffene erkundigen, ob ein entsprechender Mitarbeiter tatsächlich im jeweiligen Gebiet eingesetzt wird.
Die Stadtwerke appellieren außerdem daran, insbesondere Angehörige, ältere Menschen und Nachbarn über die derzeitigen Vorfälle zu informieren. Dadurch soll verhindert werden, dass die Haustürverkäufer mit ihrer Vorgehensweise Erfolg haben.
