Buchloe (Bayern) - Nach dem schweren Reisebus-Unfall auf der A96 bei Buchloe werden weitere Einzelheiten bekannt. Zwei Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Acht Menschen erlitten nach bisherigen Angaben schwere Verletzungen.

Die rund 50 Insassen des Busses gehörten zu einer Reisegruppe aus den Philippinen. Nach Angaben eines Polizeisprechers war die Gruppe von Mailand aus unterwegs nach München und wollte das Oktoberfest besuchen.

Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen gegen 6 Uhr bei Buchloe-Ost in Fahrtrichtung München. Der in Italien zugelassene Reisebus kam nach bisherigen Erkenntnissen ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte anschließend eine Böschung hinunter.

Ein Mensch starb noch an der Unfallstelle. Eine weitere zunächst lebensgefährlich verletzte Person erlag später ihren Verletzungen.

Die genaue Zahl der Verletzten ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Zunächst war von 26 Verletzten die Rede. Die Polizei spricht inzwischen aufgrund der dynamischen Einsatzlage von zahlreichen Verletzten. Acht Menschen wurden schwer verletzt. Sechs Patienten mussten mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen werden, weitere sechs wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht.

Rund 250 Einsatzkräfte waren an der Unfallstelle im Einsatz. Feuerwehrkräfte sicherten den verunglückten Bus an der Böschung unter anderem mit Seilen und Hölzern.

Warum der Bus von der Autobahn abkam, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter mit der Rekonstruktion des Unfallhergangs beauftragt.

Der 41 Jahre alte Busfahrer blieb nach Polizeiangaben weitgehend unverletzt und konnte bereits zum Unfall befragt werden. Angaben zur Identität der beiden Todesopfer und der Verletzten liegen bislang nicht vor.

Die A96 ist aufgrund des Großeinsatzes zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.